Unterwegs in Lateinamerika: Panama und Costa Rica

Cowboys auf Kuba

Hier berichte ich in unregelmäßigen Abständen von meiner mehrmonatigen Reise durch verschiedene Länder Lateinamerikas: Panama, Costa Rica, Mexiko, Ecuador, Bolivien, Peru, Chile, Argentinien.

Ein Traum geht in Erfüllung: In meinem Sabbatjahr habe ich endlich Zeit, mir Lateinamerika in all seinen Facetten anzusehen und zu erleben. Zwar war ich zuvor schon in Mexiko, auf Kuba und in Buenos Aires – aber immer nur für ein paar Wochen. Das wird nun anders sein.

Am 13. September geht mein Flieger nach Panama.

Vorwort

Dieser Blog ist Teil einer Webseite über Fotographie. So sollen auch hier überwiegend Fotos zu sehen sein und dazu ein paar Kommentare zum Kontext und eventuell, warum ich das Foto aufgenommen habe und warum ich es SO aufgenommen habe. Natürlich könnte ich bereits nach den ersten beiden Tagen seitenweise über meine Eindrücke schreiben, aber ich bin nicht Hemingway oder Tolstoi und mein Stil würde wahrscheinlich schnell ermüden. Nebenbei schreibe ich für mich ein Reisetagebuch, um mich später besser erinnern zu können. Zurück in der Heimat werden dann meine Schilderungen im persönlichen Austausch sicher kurzweiliger sein.

Und noch ein Wort zum Design: Ich bin kein Webdesigner, wie man unschwer erkennen kann :-). Tatsächlich habe ich bereits vor Monaten diese Seite angelegt und immer wieder frustriert aufgegeben, weil nichts so richtig funktionierte. Jetzt kann ich zumindest Texte schreiben und Fotos hochladen :-). Ich hoffe, dieser Blog entwickelt sich im Laufe der Zeit.

Ich bin froh über Rückmeldungen – egal ob positiv oder negativ. Schreibt gerne, was euch gefällt und was nicht – am besten auch, warum (das müssen meine Schüler auch immer machen; unbegründete Meinung zählt nicht :-)).

Oh, wie schön ist Panama.

Dem Jetlag geschuldet habe ich am 14. September morgens früh um 5 das Hotel verlassen und mich in die Altstadt und damit an den Pazifik begeben. Hier erste Eindrück davon:

Panama bei Sonnenaufgang

Später am Kanal in Miraflores. Viele Möglichkeiten, Fotos zu machen, gab es nicht. Man durfte sich nur auf der Aufsichtsplatform bewegen.

Good bye Panama – hello Costa Rica

Meine erste beiden Nächte verbringe ich in Palmar Norte. Hier Bilder von einem morgendlichen Spaziergang.

Die Tauben tummeln sich im frühen Morgenlicht mitten auf der Straße – und harmonieren schön mit dem Hintergrund.

Die Zopilotes – eine Art Geier – haben es mir angetan.

Blick von der Brücke über den Térraba.

Schatten der Brücke über den Térraba und Selfie 🙂
Bei der Hitze nimmt auch das Rind gerne mal ein Bad. Aufgenommen von der Brücke über den Térraba :-).
Typische Vegetation. Man könnte sagen, das Bild ist scheiße – zu viel Chaos, aber mir gefallen die herabhängenden Fäden und irgendwie musste ich an Avatar denken :-)..
Nach dem Rundgang habe ich in einem Café den taubstummen Mann links im Bild kennengelernt. Wir unterhielten uns mit Gesten eine Weile, er interessierte sich für meine Kamera und „erzählte“ mir, dass er Maler ist. Schließlich wollte er gerne noch ein Foto von sich, aber nicht alleine. Mit im Bild ist einer der Angestellten.

Wildlife in Sierpe

Auf einem Bootstrip auf dem Sierpe hat der Kapitän sich große Mühe gegeben, mich auf jedes noch so versteckte – und kleine – Tier hinzuweisen. In vielen Fällen war ein gutes Fots nicht möglich. Hier ein paar, die ich für recht gelungen halte:

Kleiner Kaiman

Gut, dass diese Echse nicht sehr groß ist…

Dieser starre Blick! Was wohl gerade in ihrem Kopf vorgeht?

Der „Kapitän“ meinte, es handele sich bei dem Fisch um einen chupapiedras, also um einen Steinlutscher. Hier lutscht er aber an einem Baumstamm.

Bin leider kein Ornithologe und habe den Namen diese hübschen Vogels schon wieder vergessen.

Wer den Wal will, hat die Qual

Uvita. Hier befindet sich der Parque Nacional Marino Ballena und „ballena“ heißt Wal. Natürlich bin ich da auf Walfang gegangen. Aber wer nun spektakuläre Bilder von riesigen Schwanzflossen erwartet, den muss ich enttäuschen. So ein Wal ist die meiste Zeit unter Wasser, und wenn er dann mal auftaucht, dann nicht unbedingt dort, wo man ihn erwartet.

Mehr war nicht drin.
Zum Trost noch eine Meeresschildkröte, die irgendwie so aussieht, als ob sie kurz vor dem Untergehen wäre. Tatsächlich ist sie auch kurz darauf abgetaucht.

Und hier noch ein paar Impressionen davon, was es am Strand sonst noch zu sehen gab.

Die kleinen Bilder kann man übrigens mit einem Doppelklick vergrößern. Das lohnt sich, wie ich finde. Besonders das Foto, auf dem nur der Himmel und ein wenig das Meer zu sehen sind, wirkt in einem größeren Format sicher noch besser. Ich habe es aufgenommen, weil mir die Wolkenformation sehr gefallen hat und die Diskrepanz zwischen den hellgrauen Wolkenfetzen im Vordergrund und den gelblich-orange angestrahlten Wolken im Hintergrund.

Schmutz in Puntarenas

Puntarenas ist bislang der schmutzigste und heruntergekommenste Ort, den ich in Costa Rica besucht habe. Ich war versucht, das auch in Fotos zu dokumentieren, doch wer will sich Straßen und Strände voller Müll ansehen? Schließlich bin ich auch kein Fotojournalist, der möglichst authentisch wiedergeben sollte, was er antrifft. Dennoch stellt sich mir immer wieder die Frage, was fotografieren und wieso. Im Allgemeinen bin ich dabei von einer vagen Vorstellung von Ästhetik geleitet, von Farben und Formen, die mich anziehen oder vielleicht mehr noch von Stimmungen, die ich dann versuche, in Fotos festzuhalten.
Um 5:45 morgens bin ich vor die Tür und hatte erst einmal ein mulmiges Gefühl, da es doch noch recht dunkel war. Es gab auch zunächst nichts, was meinen Blick auf sich zog. Doch dann fand ich zwischen Straße und Strand diesen faszinierenden Baum, der von der Laterne in ein unwirkliches Licht getaucht wurde.

Form, Farbe und Licht auf dem Holz harmonieren meines Erachtens sehr gut mit den Grau-blau-Tönen der Umgebung. Welche Stimmung entsteht beim Betrachten?

Der tote Baum und das Meer. Vergänglichkeit und Ewigkeit oder einfach nur ein schönes Motiv? Der vom Meer angespülte Plastikmüll befindet sich übrigens links außerhalb des Bildes.

Ein kurzer Blick in die Kamera, dann liefen die flinken Strandläufer weiter.

Dieser kleine Krebs verfolgte mich mit seinen Augen und wedelte angriffslustig mit seinen Zangen. Es war fast schon rührend, dass er mit mir den Kampf aufnehmen wollte – David gegen Goliath.

Monteverde

Von der Pazifikküste in die Berge und in die Nebelwälder. Leider war es dann doch nicht sehr neblig, sodass meine Erwartung von mystischen Erfahrungen (und Fotos) nicht ganz erfüllt wurden. Folgendes Foto kommt dem noch am nächsten, wie ich finde. Unschwer zu erraten, dass es mir der Baum links im Bild angetan hat, der gerade im Licht der Sonne steht. Warum muss ich schon wieder an Avatar denken :-)?

Sámara

Sámara ist ein beliebtes Ziel für Surfer an der Pazifikküste. Ich fand es zu touristisch und bin daher nur eine Nacht geblieben. Vor der Abreise am nächsten Tag sind morgens diese Bilder entstanden.

Nationalpark Arenal – La Fortuna

Von der Küste wieder in die Berge nach La Fortuna, Stadt, über die der Vulkan Arenal zu wachen scheint.

Um etwas flexibler zu sein – und um Spaß zu haben 🙂 – habe ich mir für 24 Stunden einen Scooter ausgeliehen und bin damit rund um den Arenalsee gefahren.

Tortuguero

Schon die Anreise zum Nationalpark Tortuguero ist besonders. Die letzte Strecke wird mit dem Boot zurückgelegt, d.h. man erreicht ein autofreies Paradies. „Tortuga“ heißt Schildkröte, d.h. man könnte „Tortuguero“ frei als Ort mit vielen Schildkröten übersetzen. Und die kommen tatsächlich mehrmals im Jahr an die Ufer des Nationalparks an der Karibikküste, schleppen sich mühsam ein paar Meter den Strand herauf, buddeln ein Loch und legen dann 100 Eier und mehr hinein, schließen das Loch und kehren ins Meer zurück. All das passiert nachts und darf nicht fotografiert werden, ist aber dennoch ein faszinierendes Erlebnis. Ebenso faszinierend ist es, im Boot durch die vielen Kanäle des Parque Nacional Tortuguero zu paddeln.

Auch zu Fuß konnte man sich ein wenig im Nationalpark bewergen. Auf dem „Sendero del jaguar“ ist mir aber leider – oder Gott sei Dank – kein Jaguar begegnet, sondern nur ein Faultier.

Hier noch ein paar weitere Eindrücke von Tortuguero.

Die letzten Tage bis zu meiner Weiterreise nach Mexiko habe ich in der Hauptstadt San José verbracht. Dort habe ich hauptsächlich Museen besucht und lediglich Handy-Fotos gemacht, von denen ein paar auf Facebook und Instagram zu sehen sind.
Pura vida! Nos vemos en México!

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